Aktuell arbeite ich an einer Fotoserie, die mir sehr am Herzen liegt. Es geht um das Gefühl des Eingesperrtseins – und den unbändigen Drang, sich daraus zu befreien.
Dieses Thema ist für mich nicht abstrakt: Es wurzelt in meiner eigenen Erfahrung mit Psychosen und der damit verbundenen Medikation. In der Vergangenheit fühlte ich mich durch die Medikamente oft massiv eingeschränkt; ein Zustand, gegen den ich lange ankämpfen musste.
In meinem neuesten Shooting habe ich versucht, diese unsichtbaren Mauern sichtbar zu machen. Inspiriert von den berühmten „Corner Portraits“ von Irving Penn aus den 1940ern, habe ich aus zwei Hintergründen eine enge Ecke konstruiert. Mein Model Sascha hat diese beklemmende Atmosphäre großartig verkörpert.
Ein weiterer Teil der Serie zeigt Sascha in einem engen Strumpfschlauch. Die Bilder fangen den Moment ein, in dem er versucht, sich aus dieser Hülle herauszukämpfen. Für mich ist das die perfekte visuelle Metapher für meinen eigenen Weg.



