Fridos fragte mich, ob ich ihn nackt posierend an einem Denkmal im Wald fotografieren würde. Ich dachte drüber nach und sagte dann aber zu.

Aber Skrupel hatte ich schon, einen Mann nackt an einem solch öffentlichen Ort zu fotografieren. Ich sah schon Ärger auf mich zukommen. Aber Fridos ging es ähnlich, was mich beruhigte.

So trafen wir uns dann zum geplanten Termin. Das Wetter war gut. Leider, denn bei schlechtem Wetter wären weniger Menschen unterwegs gewesen. So saßen wir erstmal zusammen und überlegten, ob wir uns trauen sollten. Dann starteten wir einfach mal. Und wir hatten Glück, es boten sich immer wieder Zeiträume in denen wir ungestört der Kunst nachgehen konnten. In diesen Momenten feuerte Fridos ein wahres Feuerwerk an Posen ab. Da merkt man seine Jahrzehnte lange Erfahrung im Modelbusiness. ich kam kaum hinterher mit dem Fotografieren.

Fotografisch war das für mich auch sehr reizvoll, in dieser monumentalen Umgebung Fridos als zartes Wesen zu inszenieren und so einen Gegensatz zu erzeugen. Das macht die Bilder Thematisch spannend. Um Exhibitionismus ging es in keiner Sekunde.