Vom Abstrakten zum Konkreten

  • Konkrete Fotografie

Ich meldete mich zu einem Fotokurs im Rahmen der Sommerakademie in Alfter mit dem Thema „Spirituelle Klicks – zwischen Ahnung und Transzendenz“ mit dem Dozenten Martin Timm an.

Ein guter Freund kam mit und ich wollte die Gelegenheit für eine gute Zeit nutzen. Daher las ich mir die Kursbeschreibung gar nicht richtig durch und war im Glauben es ginge um Haiku-Fotografie, da Martin Timm dafür bekannt ist.

Dort angelangt wurde ich eines Besseren belehrt, denn das Thema war fotografisch zu abstrahieren bis kein Motiv mehr erkennbar war. So kamen wir zunehmend zu konkreter Fotografie. Als Konkrete Fotografie wird in der Kunst eine Fotografie bezeichnet, in der der fotografische Prozess und die Fotografie als Objekt selbst in den Vordergrund treten. Die Abbildung von Gegenständen oder Personen wird hierbei zweitrangig.

Im Kurs machten wir dann Übungen zur Abstraktion, bis soweit abstrahiert ist, dass kein Motiv mehr erkennbar ist. So war die Fotografie ein Abbild ihrer selbst. 

Dabei war das Ziel mit grafischen Elementen zu komponieren.

Improvisationen im Wald

Ein echtes Highlight war gemeinsam mit den Cellisten in den Wald zu gehen und zu der improvisierten Musik fotografisch zu improvisieren. Dazu benutzte ich einen selbstgebauten Pinhole-Vorsatz. Das war ein sehr intensives, sinnliches Erlebnis. Die Ergebnisse spiegelten dann auch das gehörte wieder. Eine wunderbare Erfahrung.

Der Kurs war ein tolles Erlebnis und das Gelernte bereichert meine Fotografie enorm. Spass hat es auch gemacht, den der Dozent ist nicht nur äußerst kompetent, sondern auch wirklich nett.

Also werdet Ihr in Zukunft hier öfter mal was unscharfes sehen.

2020-08-02T20:10:48+01:00Tags: , |

Ein Kommentar

  1. Curty Cologne 1. August 2020 um 18:09 Uhr - Antworten

    Wow,
    sehr eindrucksvolle Bilder mit emotionale Tiefe, sehr stimmig in ihrer konkreten Umsetzung.
    Ich freu mich schon auf weitere Unschärfe in der Zukunft.

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